Polsterung · Übersicht

Polsterung - so ist ein Sitz aufgebaut

Wie bequem ein Sofa ist und wie lange es seine Form behält, entscheidet sich unter dem Bezug. Hier erfahren Sie, aus welchen Schichten eine Polsterung besteht und wie Sie unsere Angaben zu Schaumstoff und Härtegrad lesen.

Schicht für Schicht

Ein Polstersitz ist wie ein kleines Bauwerk aufgebaut. Ganz unten trägt das Gestell, meist aus Holz, Holzwerkstoffen und Metall. Darauf liegt die Unterfederung, die das Gewicht aufnimmt und federt. Darüber folgt der Schaumstoff, der für Form und Grundkomfort sorgt. Oft kommt noch eine weiche Auflage aus Fasern oder Federn hinzu. Ganz oben liegt der Bezug aus Stoff oder Leder.

Schicht für Schicht

Die Unterfederung

Bei einem Taschenfederkern stecken viele einzelne Stahlfedern in Stofftaschen und geben punktgenau nach. Bei einer Wellenunterfederung (auch No-Sag- oder S-Federn) sind wellenförmige Federstahldrähte quer über das Gestell gespannt. Gurte aus elastischem Material sind eine weitere, einfachere Form der Unterfederung. Manche Sitze verzichten ganz darauf und bestehen nur aus Schaumstoff auf einer festen Platte - das ist bei Esszimmer- und Bürostühlen üblich.

Schaumstoff und Auflagen

Der Schaumstoff ist das Herzstück des Sitzkomforts. Zwei Werte beschreiben ihn: das Raumgewicht in kg/m³ und die Härte. Darüber kann eine Auflage liegen: Federn machen die Oberfläche besonders weich und einladend, Fasern aus Polyester wirken weich und kuschelig. Beide müssen regelmäßig aufgeschüttelt werden. In Rückenkissen werden häufig Fasern verwendet, damit sie sich angenehm anschmiegen.

So lesen Sie unsere Angaben

Auf unseren Produktseiten finden Sie, soweit vorhanden, die Füllung von Sitz und Rücken, die Art der Unterfederung, das Raumgewicht des Schaumstoffs und den Härtegrad. Das Raumgewicht ist ein Hinweis auf Qualität und Haltbarkeit des Schaums, der Härtegrad beschreibt, wie weich oder fest sich der Sitz anfühlt. Beide Werte hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe: Ein Schaum mit hohem Raumgewicht kann sich trotzdem weich anfühlen. Bei unseren aktuellen Polstermöbeln liegt das Raumgewicht etwa zwischen 23 und 42 kg/m³.

Ein Polster setzt sich ein

In den ersten Wochen gibt jede Polsterung etwas nach und wird spürbar weicher. Bezüge können dabei leichte Sitzfalten bilden. Das ist normal und kein Mangel. Am gleichmäßigsten altert ein Sofa, wenn Sie nicht immer auf demselben Platz sitzen.

SchichtAufgabeTypische Materialien
Gestellträgt die Konstruktion, gibt Form und StabilitätMassivholz, Sperrholz, MDF, Metall
Unterfederungnimmt das Körpergewicht auf und federt nachTaschenfederkern, Wellenunterfederung, Gurte
Schaumstoffsorgt für Grundkomfort und FormstabilitätPU-Schaum, Kaltschaum, Viscoschaum
Auflagemacht die Oberfläche weich und einladendFedern, Polyesterfasern, Watte
Bezugschützt die Polsterung, bestimmt Optik und HaptikStoff, Leder, Kunstleder
AngabeWas sie aussagtWorauf Sie achten können
Raumgewicht (kg/m³)Wie viel Material im Schaum steckt - ein Hinweis auf HaltbarkeitFür Sitze gelten etwa 30 kg/m³ und mehr als gute Qualität
HärtegradWie weich oder fest sich der Sitz anfühltReine Geschmackssache - am besten nach Ihrer Sitzgewohnheit wählen
UnterfederungWie der Sitz federt und das Gewicht verteiltTaschenfederkern federt punktgenauer als Wellenfedern
Füllung RückenWie sich die Rückenlehne anfühltFasern und Federn sind weich, brauchen aber Aufschütteln

Häufige Fragen

Warum fühlt sich das Sofa nach einigen Wochen weicher an?

Schaumstoff und Bezug setzen sich in der ersten Zeit etwas. Das ist bei allen Polstermöbeln normal. Danach bleibt das Sitzgefühl weitgehend stabil.

Ist ein festes Sofa besser als ein weiches?

Nicht unbedingt. Die Festigkeit ist eine Frage des persönlichen Komforts. Für die Haltbarkeit sind eher das Raumgewicht des Schaums und die Unterfederung entscheidend.